Britta Karstein-Weenen  

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Dieser Blog ist noch im Aufbau.



2017-06-06

Neustart im Kinderzimmer

Wenn ich Eltern frage, weshalb sie ins Familiencoaching kommen und was genau sie sich davon versprechen, sprudelt es meist nur so aus ihnen heraus. Es gibt viele Gründe, Vieles, das schiefläuft. Oft ist es schwierig das (An)Klagen zu unterbrechen, weil es sich zum ersten Mal Luft machen darf. Es erleichtert und darf sein.

Als Elternteil von einem „schwierigen“ Kind hat man gelernt, Schwierigkeit zu erwarten, sie schon im Vorfeld zu bekämpfen, 

Man steht unter dem Druck, der Erzieherin im Kindergarten, der Lehrerin oder einfach den Nachbarn zu beweisen, dass man das Erziehen ernst nimmt und geht oft hart gegen das „schwierige“ Kind vor.

Das Kind seinerseits erzählt, dass Eltern gemein wären und egal, was es auch tut bestrafen. 

Beide Positionen sind verständlich und ich werde keine Partei ergreifen.

Die Möglichkeit etwas zu ändern liegt aber auch in beiden Händen. 

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Liebe Eltern,

machen Sie es sich in der nächsten Zeit etwas leichter, ihr Kind beim „brav sein“ zu erwischen und dafür zu belohnen. Prüfen Sie einmal genau, welche Privilegien ihr Kind hat, die nicht unbedingt nötig sind. Was wurde sonst als Strafe entzogen? Fernsehen, Handy und PC sind die Gegenstände, die als Bestrafung am häufigsten entzogen werden.

Drehen sie den Spieß um und kassieren sie alles ein. Der Anfang wird schwierig, keine Frage. Aber nun haben sie es in der Hand „Fehlverhalten“ zu ignorieren und erwünschtes Verhalten zu würdigen. Dieser Ansatz wurzelt in der Verhaltenstherapie. Sie kennen das sicher als Punkteplan oder Token-System. Nur, dass wir hier tagtäglich Angenehmes als „Belohnung“ verteilen können und das sogar mehrfach!

Wenn ihr Kind die versprochene Hausarbeit erledigt oder fertig gelernt hat, darf es sich zwei Stunden mit dem PC vergnügen usw..

Falls Ihr Kind in der Anfangszeit nörgelt, sagen Sie ihm, dass Sie es satt hatten, immer nur darauf zu  warten, dass etwas schiefgeht und dann zu reagieren. Sie möchten ab sofort lieber das sehen, was klappt und sich dann mit Ihrem Kind über den Erfolg freuen.

Ihr Kind wird natürlich weiter nörgeln, wenn es früher mit Nörgeln Erfolg hatte. 

Machen Sie sich klar, dass Sie jetzt nicht nachgeben dürfen, wenn das Nörgeln ein Ende haben soll. Ihr Kind lernt dabei etwas auszuhalten, dass ein Deal ein Deal ist und es wird Sie als ernstzunehmenden Verhandlungspartner kennenlernen. Ihr Kind wird auch in Kindergarten, Schule und bei anderen Leuten besser ankommen. Keiner mochte die, die nach einer verhauenen Klassenarbeit versuchten die Note mit Heulen zu verbessern. Oder?

Ich verspreche Ihnen, dass das Nörgeln im Verlaufe dieses Programms deutlich nachlassen wird, wenn Sie nicht einknicken.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Britta - 14:53:22 @ Kinder und Familie | Kommentar hinzufügen



















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